Eine „Sagenhafte Deutschlandreise“ zum Jubiläum der Stadtbücherei

Bildunterschrift: Generalprobe für den 16.November: Freuen sich auf viele Gäste bei der „Sagenhaften Deutschlandreise“ in der Stadtbücherei: v. li. Edith Eckert-Richen (Vorsitzende Heimatverein Coesfeld), Hans Noster (Musik), Maria Busemann-Holters und Valentin Merschhemke ©Heimatverein Coesfeld

Heimatverein Coesfeld lädt am 16.11. ein zum Vorleseabend für Groß und Klein

 

Zum Jubiläum der neu gestalteten Stadtbücherei trägt auch der Heimatverein am Donnerstag (16.11.) um 19 Uhr mit einem Vorleseabend mit Musik bei.

Geheimnisvoller Burgen und Schlösser, verwunschene Winkel und magische Berge bilden einen Brückenschlag in die längst vergangenen Zeiten dern Sagen, Legenden und Märchen. Die literaturbegeisterten Maria Busemann-Holters und Valentin Merschhemke nehmen die Zuhörer in diesem Jahrl mit auf eine „Sagenhafte Deutschlandreise“ zu magischen, einzigartigen Orten unserer Heimat, die es so nirgendwo anders gibt. Das Dornröschenschloss im Habichtswald in Hessen, der Brocken im Harz, der Gespensterwald bei Nienhagen an der Ostsee, die Drachenschlucht bei Eisenach und der Berg Watzmann, sagenumwobenes Wahrzeichen Berchtesgadens, sind nur einige der mythischen „Reiseziele“. Jedes Schloss hat sein Schlossgespenst, jedes Kloster seine Gründungslegende, jeder tiefe See sein Geheimnis.

„Deutschland ist reich an regionalen Erzählungen, die uns einen Eindruck vom früheren Leben, von den Ängsten der Menschen vor Unerklärlichem und manchmal auch von der damaligen Landschaftsgestalt vermitteln“, beschreibt die Heimatsvereinsvorsitzende Edith Eckert-Richen den Hintergrund der Erzählungen. „Sagen und Legenden versuchen das Komplizierte verständlich zu machen oder sollen dem Menschen eine Warnung sein, nicht vom rechten Wege abzukommen“.

Die Geschichten erzählen von Lebendigem und Vergangenem, von Einstigem und Zukünftigem. In Volkserzählungen tauchen immer wieder dieselben Motive auf: Könige und Prinzessinnen, Geister und Ritter, Feen und weise Frauen, der Teufel, der Seelen kaufen will, und gute Geister, die zu Glück und Reichtum verhelfen. Es gibt wundersame Errettungen aus Not und Bedrängnis genauso wie die rätselhafte Vernichtung der Bösen. Auch kluge Einfaltspinsel und dumme Schlauberger, die über das Glück stolpern wie über ihre eigenen Füße, finden sich immer wieder. Einzigartig und besonders, so Valentin Merschhemke, werde eine solche Erzählung, wenn sie sich mit der Landschaft und den Menschen verbinde: „Berge und Täler, Seen und Flüsse bekommen durch Geschichten ein Gesicht. Und der Charakter von Städten und Dörfern, von großen und kleinen Leuten wird lebendig durch die Erzählungen, die sich „einst“ zugetragen haben“. Durch die lange mündliche Überlieferung fänden sich die Geschichten oft in unterschiedlichen Versionen. Es sei daher auch erlaubt, ihre Geschichten etwas auszumalen ohne jedoch den Kern der jeweiligen Überlieferung zu verfälschen, ergänzt Maria Busemann-Holters, die mit Valentin Merschhemke die meisten Geschichten neu geschrieben hat. „Geschichten sind Reisen der Fantasie. Wie überall auf der Welt haben Landschaften, Orte und Menschen ihre Geschichten“, sagt Maria Busemann-Holters, die zusammen mit Valentin Merschhemke seit einigen Jahren den Vorleseabend gestaltet. Damit werden sie ganz bestimmt auch die jungen und älteren Zuhörerenden in den Bann ziehen werden, ist sich die Edith Eckert-Richen sicher.

Wie schon in den vergangenen Jahren sorgt Hans Noster für den musikalischen Rahmen und schafft mit eigens ausgewählten Stücken eine besondere Stimmung.

Mit dem Sagen-, Legenden- und Liederabend wird auch in diesem Jahr die Tradition fortgeführt, die der im Januar 2021 verstorbene Josef Vennes, langjähriger Vorsitzender des Heimatvereins und ehemaliger Bürgermeister, begründet hatte.

Der Eintritt ist wie immer frei. Um eine Spende für die Arbeit des Heimatvereins wird gebeten.

 
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